Der Fürstentisch

Wer pfeifft sich eins, im ganzen Land?
Das ist der Fürst und Spekulant.
Weil nährt sich gut vom Fürstentisch,
wo Korken knallt und Champus zischt.

Der Fürstentisch ist schwer beladen,
es stapeln sich des Volkes Gaben.
Und ächzt unter der schweren Last,
wo Fürst und sein Gefolge prasst.

Und ächzt und ächzt unter den Gaben,
hat Beine nicht, vom Volk getragen.
Und schwankt und wankt schon in der Mitte,
es helfen nicht, des Fürsten Tritte.

Ein Teil bereits nach Unten bricht,
der Fürst jedoch, er merkt es nicht.
Am Boden von der Last befreit,
macht sich die neue Zeit bereit.

 

Veröffentlicht in: on Februar 14, 2008 at 12:28 Uhr vormittags
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Ein Kommentar Leave a comment.

  1. On Februar 14, 2008 at 9:40 Uhr vormittags wolfhos Said:

    Der Fürst erschrocken schreit: “Wo ist mein Tisch?
    Da lag doch eben noch der fette Fisch,
    In Soße, blau, und mit Kartoffeln,
    Komm her Du Diener mit den Waffeln!”

    Doch der Diener schreitet langsam,
    Das Messer hinterm Rücken biegsam,
    Ihm folgend das Gesinde Mann um Mann:
    “Der Fisch ist unser und aus ist’s mit Dir Tyrann!

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